Soirée zur Sonderausstellung „Hermann Martens – Kriegsbilder“

Nach dem Erfolg der beiden Soiréen zur Sonderausstellung „Der Zauber steckt immer im Detail. Frank J. Suhr – Ausgewählte Werke“ im Buxtehude·Museum bot das Museum im Juni erneut in Zusammenarbeit mit der Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Claudia Rasztar einen Workshop an. Dieses Mal beleuchtete Claudia Rasztar die Zeichnungen von Hermann Martens, die während seines Einsatzes an der Ostfront im Zweiten Weltkrieg entstanden.

In ihrer Kursbeschreibung hieß es hierzu: „Der Maler Hermann Martens hatte viel vor. Als junger Mann studierte er in Hamburg an der damaligen Kunstgewerbeschule. Er tauchte ein in die Diskussion um die Stile des frühen 20. Jahrhunderts: Expressionismus, Kubismus, Post-Impressionismus. Seinen frühen Werken sieht man an, wie sehr er sich mit der Malerei seiner Zeit beschäftigt hat. Doch der Krieg unterbrach diesen Lebensweg und Martens musste 1940 an die Ostfront. Wie viele Künstler seiner Zeit verarbeitete Martens seine Erlebnisse in der Kunst. Doch er setzte weniger die Schrecken und die Gräuel des Krieges in Zeichnungen um, sondern ihm wurde der Akt des Malens an sich Ausgleich, Erholung, Ablenkung.“

Die Soirée bot den Teilnehmern Zeit, sich ausführlich mit den ausgestellten Werken von Martens zu befassen und ihre Einbettung in die Kunstgeschichte über Frau Rasztar nachzuvollziehen.

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Gemeinsam arbeiten die Teilnehmer die Besonderheiten zur Kunst von Hermann Martens heraus

Soiree_Martens

Claudia Rasztar gibt Erläuterungen zur Tuschezeichnung „Drei Pferde“