Das Tageblatt öffnete Türen

Das neue Buxtehude·Museum bietet viel Platz für Geschichte(n)

Zwölf interessierte Besucher hatten am Donnerstag die Gelegenheit, hinter die Kulissen des zur Zeit größtenteils geschlossenen Buxtehude·Museums zu schauen. Museumsleiterin Dr. Susanne B. Keller empfing die Gäste am zukünftigen Haupteingang des Museum am St. Petri-Platz und konnte damit bereits einen wesentlichen Pluspunkt des Hauses nach der Wiedereröffnung präsentieren. Zentral gelegen, gut zu finden, mit einem freundlichen Eingangs- und Shopbereich sowie einem kleinen Café – das wird der erste Eindruck sein, den Besucher nach der Neueinrichtung vom Buxtehude·Museum haben werden.

Der zukünftige Haupteingang des Museums

Der zukünftige Haupteingang des Museums

Weiter ging die Führung durch den historischen Altbau des Buxtehude·Museums. Dr. Keller gab hier einen kurzen Überblick über die Gründungsgeschichte des „Heimatmuseums“, die Keimzelle des heutigen Museums. Von engagierten Bürgern 1913 gegründet, zeigt es noch heute fast unverändert die damals ausgestellten Objekte und sorgt für die oft gelobte „Wohlfühl-Atmosphäre“ des Museums.

Was einige Museumsmitarbeiter momentan beschäftigt, zeigte anschließend die wissenschaftliche Mitarbeiterin Tanja Gissel. Ihre Kolleginnen und sie haben den Raum der zukünftigen Stadtgeschichte in eine Inventarisierungs-Werkstatt verwandelt. Hier werden viele Objekte aus dem Magazin gesichtet, wissenschaftlich erfasst und fachgerecht in geeignete Kartonagen verpackt. Nach einem Einblick in den Sakralturm, der als Gesamtkunstwerk gilt und dementsprechend nach dem Ausräumen der Sakralobjekte für die anstehende Sanierung gut geschützt wurde, ging es in die zukünftige archäologische Abteilung. Dr. Keller erinnerte an die vom Stadtarchäologen Dr. Bernd Habermann geleiteten Ausgrabungen in Buxtehude-Immenbeck mit den sensationellen Sachsen-Funden und präsentierte dem staunenden Publikum einen hervorragend erhaltenen Rüsselbecher aus Glas. Er wird zu den Highlights der zukünftigen Dauerausstellung gehören.

Tanja Gissel erklärt die Abläufe der Inventarisierung

Tanja Gissel erklärt die Abläufe der Inventarisierung

Dr. Susanne B. Keller knipst das Kopfkino für die zukünftige Archäologie an

Dr. Susanne B. Keller schwärmt von der zukünftigen archäologischen Abteilung

Auch wenn die Sanierung und die anschließende Neueinrichtung noch viel Zeit in Anspruch nehmen werden – die Teilnehmer waren sich einig, dass das Buxtehude·Museum ein abwechslungsreiches und sehenswertes Angebot haben wird. Ein Besuch nach der Neueröffnung ist schon fest notiert.