Die Prieche

Für die Präsentation eines neuen Lieblingsobjekts konnten wir Helmut Gretscher, Vorstandsmitglied im Museumsverein Buxtehude e. V. und langjähriger Museumsführer, gewinnen. Eigentlich gehört sein Herz allen Museumsobjekten, aber er hat sich nach einiger Bedenkzeit doch für ein persönliches Highlight entschieden.

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Helmut Gretscher vor der Prieche, die im historischen Altbau zu sehen ist

Eins meiner Lieblingsstücke aus der Sammlung ist….

…die Prieche -ein Vorbau-  mit ihren renaissanceähnlichen Schnitzereien, die im 2. Stock des historischen Altbaus des Buxtehude·Museums eingebaut ist.

Wann und wie hat es seinen Weg in das Buxtehude·Museum gefunden?

Die Prieche ist seit dem Bau des ehemaligen Heimatmuseums, also seit 1913, im Museum. Bereits in den Plänen des Architekten von 1911 ist sie eingezeichnet und wurde dementsprechend als festes Objekt installiert.

Was fasziniert Sie an dem Objekt?

Das Material Holz in seiner vielfältigen Ausprägung hinsichtlich der Maserung, Farbe und Konsistenz hat mich bereits in meiner Jugend fasziniert. Damit wurde aber auch mein Interesse für aus Holz gefertigte Gegenstände geweckt. Am Beispiel der „Prieche“ beeindruckt mich die gelungene Synthese aus handwerklicher Präzision und künstlerischer Gestaltung, mit – gemessen an heutigen Maßstäben – begrenzten Mitteln aus dem sehr harten Eichenholz herausgearbeitet.

Wenn Ihr Herzensobjekt Ihnen antworten könnte, was würden Sie es fragen?

Ich würde wissen wollen, aus welchem Buxtehuder Haus die Prieche stammt und wer sie angefertigt hat.

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Detail mit wunderschöner Schnitzarbeit