Trachtenhaube traf Rüsselbecher

Wie werden die historischen Schätze im Buxtehude·Museum bewahrt, dokumentiert, gepflegt und erforscht? Was haben die Archäologen auf dem Gräberfeld in Buxtehude-Immenbeck ausgegraben und wie erging es den Funden danach? Diese Fragen wurden den Teilnehmern der Führungen im Rahmen der Veranstaltung „Buxtehude will’s wissen” ausführlich von der Museumsleiterin Dr. Susanne B. Keller beantwortet.

Bei einem Gang durch die Räume der ehemaligen Ausstellung „Die neue Zeit” erhielten die Besucher Einblick in die dort vorübergehend eingerichtete Abteilung für „Inventarisierung”. Hier werden alle Schätze des Museums mit Nummer, Foto und den wichtgsten Angaben in einer Datenbank erfasst, genau untersucht und anschließend professionell verpackt. Dass im musealen Bereich zur Aufbewahrung nicht mit schlichten Umzugskisten gearbeitet werden kann, sondern dass ausschließlich säurefreies Seidenpapier und spezielle Kartonagen benutzt werden dürfen, erfuhren die interessierten Gäste nebenbei auch noch.

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Die Fotostation in der Abteilung Inventarisierung

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Museumsleiterin Dr. Susanne B. Keller erläutert die Aufgaben in der Inventarisierung

Zum Abschluss ging es in die zukünftige Abteilung Archäologie, wo ein kurzer Film über die Ausgrabungen in Buxtehude-Immenbeck in den Jahren 2000-2004 informierte. In dem dort bei Bauarbeiten entdeckten sächsischen Gräberfeld aus dem 4.-6. Jahrhundert n. Chr. wurden zahlreiche sensationelle Funde geborgen. Aufgrund der Vielzahl der Objekte hatte man gegen Ende der Ausgrabungen die noch in der Erde verborgenen Funde in sog. Blöcken geborgen. Diese werden noch heute im Landesamt für Denkmalpflege in Hannover gelagert und dort nach und nach je nach Zeit und Kapazitäten geöffnet. Somit steigt auch mehr als zehn Jahre nach Ende der Ausgrabungen die Anzahl der Funde aus Immenbeck stetig an und sorgt für anhaltende Begeisterung über diese einmalige Entdeckung, die den Museumsbesuchern deutlich anzumerken war.

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Filmvorführung in der zukünftigen Abteilung zur Archäologie