Geschichte

Die Geschichte des Museums

Buxtehude um 1913: Eine Zeit, in der bahnbrechend Neues entsteht – in New York wird der größte Bahnhof der Welt eingeweiht, in Detroit das Fließband eingeführt, die Ozonschicht wird entdeckt – und in Buxtehude wird das Heimatmuseum eröffnet.

Buxtehudes Einwohnerzahl hatte sich zwischen 1815 und 1910 von 1.855 auf 3.785 verdoppelt. Um 1900 gab es in Buxtehude und Altkloster Fabriken zur Herstellung von Papier, Leim, Seife, Farben, Maschinen, Zement und Nudeln sowie zur Lederverarbeitung.

Seit 1881 hatte die Stadt Anschluss an die Eisenbahnlinie Harburg–Stade, 1904 kam das erste Auto nach Buxtehude, ab 1912 wurden Wasserleitungen verlegt. Buxtehude hatte sich zu einem blühenden Wirtschaftsstandort entwickelt.

Gleichzeitig wächst allerorten ein Bewusstsein über die Bedeutung von Traditionen: christliche Kunstwerke werden aus feuchten Kirchen vor dem Verfall gerettet, alte Handwerksgeräte aus aufgegebenen Werkstätten gesichert, überlieferte Technik, traditionelle Möbel, Trachten, Schmuck, Gemälde, kunstgewerbliche Gegenstände und andere kulturelle Zeugnisse für kommende Generationen bewahrt.

Der in Buxtehude 1880 ins Leben gerufene „Verein zur Gründung und Unterstützung einer städtischen kunsthistorischen und kunstgewerblichen Sammlung“ – ab 1907 „Museumsverein“– stellte seine Sammlung zunächst auf dem Dachboden und später im Ratssaal des Rathauses aus. 30 Jahre lang bestand dieses provisorische „Museum“. Dann stiftete der Buxtehuder Senator, Fabrikant und engagierte Mäzen Julius Cäsar Kähler für die Buxtehuder Schätze der Vergangenheit eigens ein Gebäude am St.-Petri-Platz, das am 9. Februar 1913 eröffnet wurde.

Buxtehude 1989 – 1992: In dieser Zeit entsteht ein moderner Erweiterungsbau am Stavenort. Er war notwendig geworden, da der Altbau mit dem Heimatmuseum zu eng für die Exponate und klimatisch nicht mehr tragbar war. Neben der Sanierung des Altbaus wurde nun auch ein Erweiterungsbau geplant. Die Bebauung des langen, schmalen Grundstücks hinter dem Altbau stellt eine große Herausforderung dar. Entstanden sind vier Teile: Der Turm an der Viverseite, das zum Stavenort hin verglaste Foyer, der Baukörper an der Straße Stavenort entlang, der im Erdgeschoss den Sonderausstellungsraum und im 1. sowie 2. Geschoss die Dauerausstellungsräume enthält und zuletzt die Glasfugen, die den Übergang zum Altbau darstellen.

Das Buxtehude•Museum am Stavenort

Das Buxtehude•Museum am Stavenort