Schlagwort-Archiv: Buxtehude-Museum

Kinderporzellan

Auch unsere langjährige Mitarbeiterin Karina Schneider konnte sich für ein Lieblingsstück unter vielen Herzensobjekten entscheiden und stellt dieses nachfolgend vor. Karina Schneider, die seit 25 Jahren im Buxtehude·Museum arbeitet, ist das lebendig gewordene Lexikon für die Buxtehuder Museumsgeschichte.

Eins meiner Lieblingsstücke ist…

…das Kindergeschirr von Lilly Kruse, Großnichte von Julius Cäsar Kähler, dem Stifter des Heimatmuseums, der Keimzelle des heutigen Buxtehude·Museums.

Wie war es damals? Karina Schneider freut sich über das Kindergeschirr

Wie war es damals? Karina Schneider freut sich über das Kindergeschirr

Wann und wie hat es seinen Weg in das Buxtehude·Museum gefunden?

Durch den Buxtehuder Journalisten Martin Jank hatte Lilly Kruse einen regen Kontakt mit dem Museum und überließ dem Heimatverein schon in früheren Jahren einige Objekte, die heute in der Dauerausstellung zu sehen sind. Als ich mit Kollegen Frau Kruse in ihrem Haus in Hannover-Langenhagen besuchte, um die Modalitäten einer Leihgabe zu besprechen, hat sie uns mehrere Objekte aus ihrem „Familienschatz“, u. a. auch dieses Geschirr, mitgegeben.

Was fasziniert Sie an dem Objekt?

Zu Weihnachten bekamen die Kinder ein nützliches und ein Spiel-Geschenk. Das Kindergeschirr war nicht, wie ich zuerst dachte, das Geschenk zum Spielen, sondern das nützliche Geschenk. Wenn die Kinder am Tage brav gewesen waren, durften sie abends von „ihrem“ Geschirr essen. Kartoffelschüssel, Sauciere und Fleischteller sind vorhanden, wie bei den Erwachsenen, nur eben in „Kindergröße“.

Wenn Ihr Herzensobjekt Ihnen antworten könnte, was würden Sie es fragen?

Wie war’s damals in der wohlhabenden Kaufmannsfamilie? Wie haben die Kinder, wie die Erwachsenen sich am Tisch verhalten? Durfte man sprechen? Saßen die Kinder bei den Erwachsenen mit am Tisch? Oder aßen sie zusammen mit dem Kindermädchen? …Mir fallen bestimmt noch mehr Fragen ein!

Die Kartoffelschüssel...

Die Kartoffelschüssel…

detailreich bemalt

…detailreich und liebevoll bemalt

Eine „Gangway“ für den Weihnachtsmann

Das Ausräumen geht weiter: Am 15. Juli kamen tatkräftige Männer für das Heimat- und Schulmuseum Himmelpforten unter Leitung ihres Bürgermeisters Bernd Reimers vorbei und bauten den Weg aus Metallplatten, der bislang durch die Abteilung „Neue Zeit“ geführt hat, ab. Auf diesem Weg umrundeten Museumsbesucher viele Jahre die beeindruckende Turmuhr der Petri-Kirche, gingen an der Kaffeerösterei und der langen Drehbank vorbei. Zukünftig freuen sich Besucher des Schulmuseums über einen trockenen Weg um das Haus.

Der Abbau beginnt

Der Abbau beginnt

Ein Teil der Arbeit ist geschafft

Ein Teil der Arbeit ist geschafft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bernd Reimers und seine Leute freuen sich gemeinsam mit Jutta Kurbjuhn-Schöler und Dr. Susanne B. Keller vom Buxtehude-Museum

Bernd Reimers und seine Leute freuen sich gemeinsam mit Jutta Kurbjuhn-Schöler und Dr. Susanne B. Keller vom Buxtehude-Museum

 

Stühlerücken für die Sachsen

Lange hieß es im Buxtehude·Museum: „Auf die Plätze…“, und sitzfreudige Besucher konnten es sich während ihres Rundgangs durch die Abteilungen auf den modernen Klassikern des Stuhldesigns bequem machen. Möglich war dieses durch Leihgaben der Hochschule 21, die dem Museum verschiedene Stühle der bekannten Möbeldesigner Marcel Breuer, Mies van der Rohe, Eero Saarinen, Alvar Alto und Harry Bertoia im Jahr 1992 zur Verfügung stellte. Nun wurden sie, gemeinsam mit dem Stadtmodell von 1985, das ebenfalls eine Leihgabe der HS 21 war, von vielen Studenten und Mitarbeitern sowie dem Geschäftsführer Dr. Rolf Jäger und dem Präsidenten Dr. Thorsten Uelzen zurück in die Hochschule 21 getragen. Dort hat jedes Stück bereits einen neuen Platz gefunden und wartet auf neue Besucher.

Nehmen Sie bitte Platz...

Nehmen Sie bitte Platz…

In seine Einzelteile zerlegt verlässt das Stadtmodell das Haus

In seine Einzelteile zerlegt verlässt das Stadtmodell das Haus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stühlerücken für die Sachsen - Klassiker machen Platz für sensationelle Funde

Stühlerücken für die Sachsen – Klassiker machen Platz für sensationelle Funde

Das Museumsteam freut sich, dass insbesondere das Stadtmodell zurück in die Hochschule gekommen ist, denn in die bisherige Abteilung „Baugeschichte“ ziehen mit dem Ende der Sanierungsarbeiten die Sachsen ein. Hier werden die wunderbaren Funde aus Buxtehude-Immenbeck endlich zu sehen sein und viele Besucher in ihren Bann ziehen.

Lesen Sie mehr zu der neuen Abteilung unter Abteilungen/Die Sachsen kommen

Tauschbücherei

Rund um die Uhr geöffnet

Fast alle Touristen bleiben beim Anblick der gelben Telefonzelle stehen und werden magisch von ihr angezogen. Statt eines Telefons findet man auf kleinstem Raum eine täglich neue Auswahl an unterschiedlichsten Büchern. Die gelbe Telefonzelle ist die kleinste Abteilung des Buxtehude·Museums und führt seit dem Jahr 2003 ein neues Leben als Tauschbücherei.

Tauschbücherei_2

Dr. Susanne B. Keller freut sich über die vielseitige Buchauswahl

Im Rahmen einer Ausstellung  „Merkwürdiges aus der Büchersammlung des Hans-Uwe Hansen“ bekam sie ihren Platz auf dem Stavenort, wo sie seitdem täglich viele Lesebegeisterte anzieht. Von dem eigentlichen Prinzip „Ein Buch hinein – ein Buch heraus“ wird zwar so manches Mal abgewichen, indem ganze Dachbodenbestände in ihr entsorgt werden. Aber insgesamt funktioniert das von ihren Vätern, dem Stadtarchivar Bernd Utermöhlen und Hans-Uwe Hansen, erdachte System sehr gut. Ob Krimi, Roman, Biografie oder Bildband – es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Schauen Sie einfach ‚mal herein!

 

Sakrale Kunst

Die Ausstellung mittelalterlicher Kunst zeigt und erklärt Veränderungen, die im Lauf der Geschichte an den Bildwerken entstanden sind: Neben den Spuren der Materialalterung können auch Eingriffe in die Substanz der Bildwerke nachvollzogen werden. Häufig wurde die Farbgestaltung einem gewandelten Zeitgeschmack angepasst. Farbfassungen wurden übermalt, manchmal später wieder freigelegt und restauriert, bisweilen aber auch gänzlich entfernt.

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Die Rauminstallation von Michael Craig-Martin bezieht sich mit ihren Bildern und Farben auf Elemente der älteren sakralen Kunst. Meist werden Gestaltungsmerkmale der Museumsstücke aufgegriffen und gespiegelt – z.B. die Funktionsweise eines Flügelaltars im Wandbild eines aufgeschlagenen Buches oder die originale Farbigkeit der Mondsichelmadonna – Gold, Blau und Rot – in den Wandfarben Gelb, Türkis und Magenta.