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Buxtehude Museum für Regionalgeschichte und Kunst

St.-Petri-Platz 11, 21614 Buxtehude

Postanschrift

Viverstraße 30, 21614 Buxtehude

04161 507 97 0 oder info@buxtehudemuseum.de

Unser Büro erreichen Sie montags bis freitags von 9:00-15:00 Uhr.

Endlich vereint – Das Museumsteam zieht zusammen

Nach fast sechs Jahren Trennung ist es soweit – das Team des Buxtehude Museums zieht in seine neuen Büroräume. Die Erweiterung des Museums durch den Ankauf des Nachbargrundstücks im Jahr 2015 machte es möglich. Nun sitzen wir alle erstmals an einem Ort und freuen uns über dieses bisher unbekannte Team-Feeling. Doch nicht nur die Büroräume sind neu, der Umzug bringt auch neue Kontaktdaten mit sich:

Ab dem 17. März 2021 sind wir wie folgt zu erreichen:

Buxtehude Museum für Regionalgeschichte und Kunst, St.-Petri-Platz 11, 21614 Buxtehude

Postanschrift

Viverstraße 30, 21614 Buxtehude

info@buxtehudemuseum.de, +49 4161 507 97 0

Impressum

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Angaben gemäß § 5 TMG:

Museumsverein Buxtehude e.V.
St.-Petri-Platz 11
21614 Buxtehude

Vertreten durch:
Museumsleiterin
Dr. Susanne B. Keller
St.-Petri-Platz 11
21614 Buxtehude

Kontakt:

Telefon: 04161 507 97 0
E-Mail: info@buxtehudemuseum.de

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Quelle: http://www.e-recht24.de

Großzügige Unterstützer gefunden

Mit den Stadtwerken Buxtehude und dem Rotary Club Buxtehude sowie dessen Partnerclubs aus den Niederlanden, Belgien, Norwegen und England hat das Buxtehude Museum großzügige Förderer für die Ausstattung der neuen Räume an seiner Seite. Sie unterstützen Anschaffungen des Museums, die ohne diese Mittel nicht hätten finanziert werden können. Die Stadtwerke „rücken die wichtigsten Objekte des Museums ins Licht“ freut sich Museumsleiterin Dr. Susanne B. Kelle und zeigt eine winzige Leuchte, die punktgenaues Licht liefert. Daniel Berheide, Geschäftsführer der Stadtwerke Buxtehude ist ebenfalls begeistert von den kleinen LED-Leuchten, die ganz unauffällig in den Vitrinen angebracht werden und die ganze Aufmerksamkeit auf die gezeigten Objekte lenken. Schon in der Vergangenheit haben die Stadtwerke viele Sonderausstellungen gefördert und sind deshalb ein langjähriger und geschätzter Kulturpartner des Museums.

Für das Gelingen künftiger Sonderausstellungen sorgt auch der Rotary Club Buxtehude mit seinen ausländischen Partnerclubs. Die Museumsleiterin dankt insbesondere Udo Wierschem, der während seiner Präsidentschaft erfolgreich während des diesjährigen Fünf-Länder-Treffens bei den Partnerclubs für die Unterstützung des Buxtehude Museums warb. Mit Hilfe der finanziellen Unterstützung der Clubs wird ein Stellwandsystem für den neuen Sonderausstellungsraum angeschafft, das aus flexiblen und wiederverwendbaren Modulen besteht. „Dieses Wandsystem passt hervorragend in unsere Entscheidung, zukünftig in den verschiedensten Bereichen des Museums möglichst nachhaltig zu handeln“, betont Frau Dr. Keller.

Perlenrepliken als Geschenk: Museumsleiterin Dr. Susanne B. Keller bedankt sich bei den Sponsoren Daniel Berheide (Stadtwerke Buxtehude) und Dr. Udo Wierschem (Rotary Club Buxtehude) für die großzügige Unterstützung

Der große Umzug – Teil 2

Mit dem Ende der Sanierung des „Sakralturms“ kehren nicht nur die Objekte, die hier normalerweise gezeigt werden zurück, sondern er wird auch als Interimsdepot während der Sanierung des restlichen Bestandsgebäudes genutzt. Die Umzugsprofis vom Hamburger motionTeam brachten unter fachkundiger Aufsicht der Restauratoren zunächst die Großobjekte wieder an ihren ursprünglichen Platz.

Anschließend ging es weiter mit den gut verpackten, empfindlichen und wertvollen Objekten, die während der gesamten Sanierung im Haus bleiben. So füllte sich der Sakralturm im Laufe des restlichen Tages mit Kartonagen und Gemälden. In dem klimatisierten und alarmgesicherten Raum bleiben die Objekte nun bis zum Ende der Bauarbeiten und werden dann wieder neu verteilt.

Der große Umzug – Teil 1

Der langersehnte Moment des Abschlusses der ersten Sanierungsphase ist da: Die Sanierung des Sakralturms ist beendet, und es kann demnächst mit den Arbeiten im Mitteltrakt des Museumskomplexes begonnen werden. Für das Museumsteam heißt es aber vorher noch einmal tief Luft holen, Nerven bewahren und Ärmel hochkrempeln, denn die bisher im Mitteltrakt als Zwischendepot genutzten Räume müssen dafür ausgeräumt werden. So ziehen neben den wertvollen sakralen Kunstschätzen auch die sicher verpackten Gemälde, Grafiken und Textilien in den Sakralturm, der nun seinerseits bis zur Wiedereröffnung zum Zwischendepot umfunktioniert wird.

Für diese anspruchsvollen Transporte hat das Museum mit den tatkräftigen Mitarbeitern des Hamburger Unternehmens motionTeam erfahrene Umzugsspezialisten an der Seite. „Wir bringen nicht nur reine Muskelkraft mit, sondern auch eine gute Gemeinschaft im Team und gegenseitige Hilfsbereitschaft“, antwortet Steffen Ganswind, einer der Geschäftsführer, auf die Frage, was sein Team auszeichne. Dass das nicht nur leere Worthülsen sind, bestätigen die Mitarbeiterinnen des Buxtehude·Museums. Sie zeigten sich von dem höflichen Umgangston der motionTeam-Mitarbeiter untereinander sehr beeindruckt. Diese guten Grundeigenschaften haben zwar nicht alleine dazu geführt, dass die 750 kg schwere Kaffeerösterei aus der 1. Etage freischwebend in das Erdgeschoss transportiert werden konnte, aber zusammen mit der richtigen Idee und dem nötigen Werkzeug wurde diese komplizierte Aufgabe mit Bravour gemeistert. Neben diesem „Transport-Highlight“ gab es noch zahlreiche andere Arbeiten, wie z.B. Vitrinen und Kisten mit Objekten, die in die Außenlager des Museums gebracht werden mussten. Im Sakralturm wartet nun das bereits aufgebaute Spezialgerüst auf den Wiedereinzug der Triumphkreuzgruppe, die in Kürze zurück auf ihren Sockel in vier Metern Höhe gehoben werden soll.

Fazit nach Umzug – Teil 1: Nach zwei Tagen Räumen und Organisieren waren alle geschafft, hatten aber auch viel geschafft. In der übernächsten Woche geht es mit Umzug – Teil 2 und viel Zuversicht weiter.

motionTeam

Das gut gelaunte motionTeam kurz nach der Ankunft – gleich geht es los!

Kisten_Mitteltrakt

Die Kisten mit den Objekten ziehen aus…

Transport_Vitrine

Die Vitrinen ziehen aus…

Kaffeeroesterei_6

Die Kaffeerösterei zieht aus…

Kaffeeroesterei_4

Am maßgefertigten Seilzug wird die Kaffeeröstmaschine vorsichtig hinuntergelassen

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Vorsicht – freischwebende Kaffeeröstmaschine

Kaffeeroesterei_5

Touch down – Mission erfüllt

motionTeam_Geruest

Das Gerüst steht, das motionTeam sitzt

Fleißige Handwerker im Sakralturm

Bald ist es endlich soweit: Wenn die Sanierungsarbeiten im und am Sakralturm beendet sind, können die momentan im Sonderausstellungsraum des Museums gelagerten Objekte aus dem Bereich der christlichen Kunst an ihren Platz zurück. Die restlichen freien Flächen des Sakralturms werden für die Zeit, in der das restliche Museumsgebäude saniert und umgebaut wird, als Depot für empfindliche Objekte genutzt, die nicht in die Außenlager kommen.

Doch bevor der Umzug beginnen kann, sind noch viele fleißige Handwerker im Turm zu sehen, die letzte Hand anlegen und zahlreiche Tätigkeiten erledigen. Der Spannungsbogen reicht hier von groben Arbeiten, wie etwa dem Durchbruch einer Wand, in die später die Tür zum Fluchttreppenhaus eingepasst wird, bis hin zum feinen Pinselstrich des Malers, der akkurat und vorsichtig die Farbe entlang der Wandgemälde des Künstlers Michael Craig-Martin auftragen muss.

Hier sind einige Impressionen:

NDB

Voller Einsatz bei Firma NDB für eine korrekte Verkabelung

Durchbruch_Sakral

Grobe Arbeit, die dennoch mit großer Vorsicht ausgeführt wird. Ein Mitarbeiter der Firma Metzbau entfernt Wandfläche für den Einbau der Tür zum späteren Fluchttreppenturm

Maler_Pinselstrich

Der Maler der Firma Rieck zieht mit ruhiger Hand und hochkonzentriert seine PinselstricheMaler_Stuhl

Sieg_Fensterbrett

Passgenau von der Tischlerei Sieg zugeschnittene Fensterbänke kommen vor die neu im Turm eingebauten Fenster

Scholz_Bodenbelag

Firma Scholz bereitet den Fußboden für den neuen Teppich vor

Gless_Turmputzen

Rückt dem Baustaub unnachgiebig auf den Leib: Einer der gut gelaunten Mitarbeiter der Reinigungsfirma Gless.

Die Sammlung des Buxtehude·Museums von den Anfängen bis heute

Die ersten Sammlungsstücke des Buxtehude·Museums wurden bereits vor über 100 Jahren erstmals auf dem Dachboden des Rathauses der Öffentlichkeit präsentiert. Der 1880 vom damaligen Pastor primarius Höpfner gegründete „Verein zur Unterstützung einer städtischen Sammlung kunstgeschichtlicher und kunstgewerblicher Gegenstände“ lud am 1. April 1881 interessierte Besucher ein, sich die von zahlreichen Buxtehuder Bürgern zur Verfügung gestellten Objekte anzusehen. Immerhin vier Stunden war die Sammlung an dem Tag zugänglich, wie aus der zu diesem Anlass im Buxtehuder Tageblatt geschalteten Anzeige hervorgeht.

Um die Entstehung der Sammlung machte sich insbesondere der Architekt Moritz Reichel verdient. Reichel war seit 1877 als Lehrer an der königlichen Baugewerkschule Buxtehude (heute „hochschule 21″) tätig und gab dort 1880 aufgrund von Unstimmigkeiten mit dem Direktor seine Lehrtätigkeit auf. Was für ihn persönlich und beruflich sicher ein Schlag war, bedeutete für die Stadt Buxtehude ein großes Glück. Beruflich nun nicht mehr eingebunden, hatte Reichel Zeit für andere Dinge. Ein Bild aus dem Leben der Heiligen Anna, das an einer feuchten Wand in der St. Petri-Kirche hing und dem aufgrund dieser schlechten klimatischen Bedingungen der Verfall drohte, brachte ihn auf die Idee, in Buxtehude für die Eröffnung eines Stadtmuseums zu werben. Unterstützung hierfür fand er bei Höpfner, dem die Rettung zweier, ebenfalls gefährdeter Altäre aus der St. Petri-Kirche am Herzen lag und der deshalb 1880 einen entsprechenden Verein ins Leben rief.

Mit viel Sachverstand begab sich der junge Archítekt Reichel mit einigen seiner ehemaligen Schüler auf die Suche nach Kunstschätzen in verschiedenen Buxtehuder Bürgerhäusern und wurde fündig. Insgesamt nahm er 544 Zugänge innerhalb von neun Monaten in das erste Eingangsbuch auf. Der Stadtrat war begeistert von dieser Initiative und stellte für die „städtische Kunstsammlung“ den Dachboden des Rathauses zur Verfügung. Dieser Raum wurde allerdings schnell zu klein und auch dort waren die klimatischen Bedingungen direkt unter dem Pfannendach für den Erhalt der Objekte nicht förderlich. Um 1904 herum wurde dem Verein daher der Ratssaal für die Ausstellung der Sammlung angeboten. Auf einem bis heute erhaltenen Foto, das den Sammlungsgrundstock auf dem Dachboden zeigt, sind einige Objekte, wie z.B. ein geschmiedetes Zierhufeisen, zu erkennen, die sich noch bis heute in der Sammlung des Buxtehude·Museums befinden. Das Foto zeigt auch, dass man die Sammlung damals als sog. Schausammlung präsentierte, also ohne —wie heute üblich— eine bewusste Inszenierung oder nähere Erklärungen zu den Objekten. An einigen von ihnen sind sogar kleine Schildchen zu erkennen. Auf ihnen steht die Eingangsnummer, mit deren Hilfe sich bis heute der Weg des Objektes in die Sammlung nachvollziehen lässt. Glücklicherweise sind die Zugangsverzeichnisse seit den Anfängen der Sammlung erhalten und stellen einen großen Schatz des Buxtehude·Museums dar.

Verzeichnis_1880-1911_Seite_1

Die ersten verzeichneten Zugänge aus dem Zugangsverzeichnis des Buxtehuder „Vereins zur Gründung und Unterstützung einer städtischen kunsthistorischen und kunstgewerblichen Sammlung“, 1880-1911

Hufeisen

Das verzierte Hufeisen – eines der ersten Sammlungsstücke. Laut Altverzeichnis wurde es als Schild gebraucht.

Seit Juli 1881 konnte sich Reichel wegen seiner Berufung an die Baugewerkschule in Hamburg nicht mehr im Verein engagieren. Das öffentliche Interesse an der Sammlung konnte noch einige Jahre aufrechterhalten werden; mit der Zeit ebbte es jedoch ab. Neuen Schwung gab es 1907 mit der Gründung des „Museums-Vereins“, der die Fortsetzung des „Vereins zur Unterstützung einer städtischen Sammlung kunstgeschichtlicher und kunstgewerblicher Gegenstände“ bildete. Der einzige Zweck dieses Vereins war „die Sammlung und Erhaltung der in hiesiger Stadt und Umgegend verstreuten Kunstgegenstände und Altertümer“. Nach wie vor konnte der Ratssaal zu Ausstellungszwecken genutzt werden, aber für jede Ratssitzung musste die Sammlung zur Seite geräumt werden, was bei allen Beteiligten zu Unzufriedenheit führte.

Der Grundstein für eine entscheidende Veränderung wurde im Jahre 1911 gelegt. Nach einem verheerenden  Stadtbrand standen unter anderem vom Rathaus nur noch die Grundmauern. Glücklicherweise konnte die Sammlung des Museumsvereins fast vollständig gerettet werden. Der Verein hatte mit dem Senator und Seifenfabrikanten Julius Cäsar Kähler einen wohlwollenden Mäzen gefunden, dem der museale Gedanke am Herzen lag. Er ließ ein Haus bauen, das er 1913 dem Verein mit der Auflage schenkte, dort die Sammlung unterzubringen, wie es der offiziellen Eintragung des damals in Berlin geführten Schenkungsregisters zu entnehmen ist. Damit hatte die 33 Jahre zuvor begonnene Sammlung ein eigenes Zuhause gefunden, das gleichzeitig der Beginn des Buxtehude·Museums war.

Wer mit der historischen Fotografie, die Teile der Sammlung auf dem Dachboden des Rathauses zeigt, aufmerksam durch den heutigen Altbau des Buxtehude·Museums streift, wird manches davon wiederentdecken. Einige der Objekte wurden fest in dem Haus verbaut, wie etwa der Löwenkopf oder die kleine Tür mit den floralen und figürlichen Darstellungen, die mittlerweile Teil der im 2. Obergeschoss eingebauten Prieche ist. Andere, wie die reich mit Schnitzereien verzierte Truhe, stehen dort nach wie vor als Ausstellungsstück.

Dachboden

Historische Aufnahme vom Dachboden des Rathauses mit den ersten Sammlungsstücken des Buxtehude·Museums, vor 1904

Loewenkopf

Der Löwenkopf als Teil des Treppengeländers am Aufgang zur Altländer Stube

Truhe

Die reich mit Schnitzereien verzierte Kastentruhe, um 1900

Der älteste Gebäudeteil des Buxtehude·Museums trägt somit zur aktuellen Vielfalt des Museums bei. Das Buxtehude·Museum hat seine Sammlung bis heute umfangreich erweitert und verpflichtet sich nach wie vor der Wahrnehmung seiner Kernaufgaben: Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln. Nach erfolgter Sanierung, Erweiterung und Neugestaltung der Dauerausstellungen im nächsten Jahr kann es diese Aufgaben auch wieder in vollen Umfang umsetzen.

Es ist eingerüstet

Seit November 2017 ist das Hauptgebäude des Buxtehude·Museums eingerüstet und damit haben die lange geplanten Arbeiten an Dach und Fassade sichtbar begonnen. Insbesondere der sog. Sakralturm wird gebäudetechnisch so instandgesetzt, dass dessen Hülle nach Abschluss der Maßnahmen „dicht“ ist und die 2011 installierte Klimaanlage endlich wie vorgesehen arbeiten kann. Sie ist wichtig für das Klima im Ausstellungsraum, der die empfindlichsten Objekte des Buxtehude·Museums beherbergt: die Triumphkreuzgruppe, den Passionsaltar und die trauernde Madonna — Holzobjekte aus dem 15. Jahrhundert, die auf eine konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit angewiesen sind.

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In den letzten Wochen wurde zunächst das gesamte Dach nach den neuesten Standards gedämmt und anschließend neu eingedeckt. Danach wurden Fenster im Bereich des Sakralturms sowohl ausgetauscht als auch nach innen geschlossen. Beste Voraussetzungen also auch für das kleine Kunstkabinett, das in der ersten Etage entstehen wird und in dem zukünftig lichtempfindliche Gemälde und Grafiken gezeigt werden.

Auf dem Baugerüst trafen sich zu Beginn der Maßnahmen der ausführende Architekt Bernd Wedemann, die Bürgermeisterin und Vorstandsvorsitzende des Museumsvereins Buxtehude Katja Oldenburg-Schmidt sowie Museumsleiterin Dr. Susanne B. Keller, um sich vor Ort über den Ablauf zu informieren. Am Ende der Besprechung waren sie sich einig: Es liegt ein langer, aber sehr lohnenswerter Weg vor uns!

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©Buxtehude·Museum

Perlen für die Pädagogik

Unser Besuch im Landesamt für Denkmalpflege in Hannover im Frühling 2017 blieb nicht ohne Folgen. Inspiriert von der Schönheit, Vielfalt und Farbigkeit der auf dem sächsischen Gräberfeld in Immenbeck bei Buxtehude gefundenen Perlen, die im Landesamt restauriert werden und wurden, ist ein „perlendes“ Spendenprojekt für das Buxtehude·Museum entstanden. Gemeinsam mit der archäologischen Restauratorin Gabriele Schulz haben wir neun verschiedene Perlen ausgesucht, nach denen sie mit viel Detailtreue und Professionalität eine limitierte Auflage von insgesamt 150 Repliken hergestellt hat.

Am 9. und 10. Dezember 2017 finden Sie den Stand des Buxtehude·Museums zwischen 12.00 und 18:00 Uhr im Rahmen des Buxtehuder Wintermärchens in der Breiten Straße. Wir freuen uns über Spenden in Höhe von 75,– Euro, 50,– Euro oder 25,– Euro, für die Sie eine der in limitierter Auflage nachgearbeiteten Perlen überreicht bekommen. Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie uns Anschaffungen für unsere zukünftige pädagogische Vermittlungsarbeit.

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Diese Perlen stehen zur Auswahl

Das Gräberfeld von Immenbeck

In den Jahren 2000 bis 2004 wurde in Immenbeck bei Buxtehude das derzeit größte bekannte sächsische Körpergräberfeld des Kontinents entdeckt und ausgegraben. Mittlerweile sind mehr als 10.000 Funde registriert, davon über 5.000 Perlen. Der Friedhof wurde in der Zeit von der Mitte des 4. Jh. bis zur Mitte des 6. Jh. n. Chr. genutzt und begeistert heute nicht nur die Fachwelt durch die sensationellen Funde, die nach der Wiedereröffnung des Buxtehude·Museums endlich zu sehen sein werden.

 

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Der Gräberfeldplan von Immenbeck bei Buxtehude

Perlen wurden in fast jedem Frauengrab gefunden. Sie bestechen durch ihre Unterschiedlichkeit in Größe, Farbigkeit und Form. So schwankt ihre Größe zwischen 1 und 35 mm, sie sind einfarbig oder bunt, rund oder blumenförmig. Hergestellt wurden die Perlen aus Glas, Bernstein oder vereinzelt auch aus Silber. Unklar ist, ob die Perlen vor Ort gefertigt wurden oder über Handelswege zu den damals hier lebenden Menschen kamen.

Besuch in der Glasperlenwerkstatt

Bevor Gabriele Schulz mit der Produktion der Repliken begann, beschäftigte sie sich erst einmal ausführlich mit den in Immenbeck gefundenen Originalperlen. Jede einzelne wurde genau vermessen und auf ihre Farben und Eigenarten hin untersucht. Insbesondere die Gelb- und Grüntöne stellten sie vor eine Herausforderung. „Die Zusammensetzung des Rohglases hat sich bis heute verändert, wodurch sich andere Farbnuancen als bei den Originalperlen ergeben“, sagt Gabriele Schulz und erklärt, dass sie lange gebraucht hat, bis sie Farben gefunden hatte, die ihren hohen Ansprüchen genügen. Während sie den um einen Stab gewickelten Glasfaden in einer 1.000 Grad heißen Flamme dreht und dabei zum Schutz eine gefärbte Brille trägt, wird deutlich, dass in dieser Phase der Produktion nicht erkennbar ist, welche genauen Farbton die Perle nach der Abkühlung haben wird. Für die Herstellung einer einzigen Replik benötigt die Restauratorin je nach Perlenart eine halbe bis dreiviertel Stunde. Danach kommt die heiße Perle in einen Topf mit einem Granulat zum langsamen Abkühlen. Da einige der originalen Perlen nach 1.500 Jahren nicht mehr glänzen, hat Gabi Schulz manche Repliken anschließend noch mit einer säureartigen Substanz mattiert. Andere Originalstücke wiederum glänzen nach wie vor, weshalb auch die Repliken nicht weiter bearbeitet wurden.

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Die kleine Perlenmacher-Werkstatt

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Gabriele Schulz bei der Perlenproduktion

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Auftragen der später schwarzen Augen

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Noch heiß, aber fertig

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Zum Abkühlen kommen die Perlen in einen Topf, der mit einem speziellen Granulat gefüllt ist

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Der mitgereiste Redakteur des Buxtehuder Tageblatts, Björn Vasel, versuchte sich ebenfalls in der Perlenherstellung – erfolgreich!