Sie haben das gesellschaftliche, kulturelle und politische Leben in Buxtehude geprägt. Haben sich Räume erschlossen, die ihnen einst verwehrt waren. Haben Ideen eingebracht, die bis heute nachwirken: Margarete Lühmann, Franziska von Oldershausen, Ingeborg Küster, Lina Meyer, Lisa Peters, Nina Zober und Sybille Bruns-Decker.
Wenn am 25. Oktober in Buxtehude der frauenORT Nina Zober im Stadtteil Altkloster eingeweiht wird, feiert die Stadt zunächst eine engagierte Kulturmanagerin und Theatergründerin. Über 50 frauenORTE gibt es bereits in Niedersachsen, an denen das Leben und Wirken historischer Frauenpersönlichkeiten sichtbar wird. Der Landesfrauenrat Niedersachsen zeichnet Buxtehude als 54. Stadt aus. Doch nicht nur Nina Zober hat hier im kulturellen Leben Maßstäbe als Frau gesetzt. „In der Vorbereitung des frauenORTES blickten wir auf eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Frauen, die Buxtehude in den Bereichen Bildung, Politik, Kultur und Tourismus geprägt haben“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Buxtehude, Gabi Schnackenberg.
Obwohl die porträtierten Frauen zu unterschiedlichen Zeiten gelebt haben – vom 19. Jahrhundert bis in die heutige Zeit – haben sie einiges gemeinsam: Sie widersprachen den Konventionen ihrer Zeit, gaben sich nicht mit den ihnen zugeschriebenen Rollen ab. Einige nutzten ihr politisches Mitspracherecht in der Weimarer Republik, andere widersetzten sich den Nationalsozialisten. Als Vorreiterinnen für viele andere Frauen zogen sie in den Buxtehuder Rat ein oder schafften den Sprung in den Bundestag. Mit nahezu unermüdlichem Engagement ebneten sie den Weg für folgende Generationen, setzten sich vorausschauend für Bildung, Kultur und das Allgemeinwohl der Menschen ein – auch in schwierigen Zeiten.
Öffnungszeiten des Buxtehude Museums
Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr
Der Eintritt zur Pop-up-Ausstellung ist frei.
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